Berufsausbildung


Wie in vielen anderen Entwicklungsländern sind auch in Ostafrika Institutionen der beruflichen Bildung Mangelware. Die Wertschätzung einfacher und mittlerer Berufsbildung ist häufig gering, obwohl gerade auf dieser Qualifikationsebene dringender Fachkräftebedarf besteht. Für Mädchen ist die Berufsausbildung meistens zusätzlich ausgeschlossen, weil sie für eine möglichst frühe Familienbildung oder zur Unterstützung der Primärfamilie bestimmt sind. Darum halten wir die ausdrückliche Unterstützung der beruflichen Bildung gerade für Mädchen oder junge Frauen für ein dringliches Ziel.

Derzeit unterstützen wir drei junge Frauen in Sansibar mit einem Stipendium für eine dreijährige Berufsausbildung an renommierten sansibarischen Colleges (jeweils 1.100 Euro jährlich; s. Stipendiaten-Forum). Diese Schulen verlangen hohe Gebühren, dazu kommen die Aufenthaltskosten in der Stadt sowie Examenskosten und Lehrmaterialien. Die Stipendiatinnen sind mit Hilfe eines (sie auch beratenden und betreuenden) NGO-Managers und Mitgliedern der Gemeinde Jambiani ausgewählt worden. Alle Stipendiatinnen haben sich verpflichtet, nach der Ausbildung in dieser Gemeinde berufstätig zu sein oder sie in irgendeiner Form zu unterstützen. Wir möchten diese Art der Stipendien auf weitere junge Frauen, gegebenenfalls auch auf junge Männer ausdehnen. Zwei vorherige Stipendiatinnen haben bereits ihr Diplom erhalten (s. Aktuelles)